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Weltmeister war zu Gast |
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Schamil Sawurow besuchte Integrationsgruppe Atlant-1 und den Kreissportverband.
Von Christian Detiof
Vor allem Sawurows Überraschungsangriffe und Finten seien gefürchtet, erklärte Ka-simagomed. Gut 160 erfolgreiche Kämpfe hat der Weltmeister hinter sich. Mit dem Gewinn der Internationalen Meisterschaften, die vom russischen Wushu-Verband ausgerichtet werden, hielt Professionalität Einzug in das sportliche Leben Sawurows, der in Dagestan Sportlehrer und Co-Trainer der Nationalmannschaft ist. „Ich trainiere zweimal am Tag, Sparrings habe ich an zwei Tagen in der Woche. Kämpfe gibt es höchstens zwei binnen zwei Monaten", rechnete der smarte Kämpfer vor. In Deutschland kämpfte er nicht, sondern er reiste durch den Norden der Republik und schaute bei Freunden und Bekannten herein, darunter auch Kazima-gomed und dessen Gruppe Atlant-1. „Für uns ist es eine große Ehre, einen Weltmeister bei uns gehabt zu haben", schwärmte Kazimagomed. Für die Atlant-Leute und andere norddeutsche Wushu-Kämpfer gab Sawurow in der Sportschule in Bad Malente Trainingsstunden. „Eine gute Vorbereitung für mich", erklärte Sawurow. „Mit 30 will ich nicht mehr kämpfen, sondern nur noch ausbilden." Davon erhielt die Bad Segeberger Gruppe einen' Vorgeschmack. „Ich konnte viel aus den Übungseinheiten mitnehmen", betonte Gamidov Kazimagomed, der sich mit seiner Integrationsgruppe nicht verstecken muss. Vom nationalen Wushu Sanda Cup in Berlin nahmen seine Kämpfer sechs Titel mit nach Hause, darunter auch den Teamsieg. Integration durch Sport ist ein Programm des Landessportverbandes, das vor allem Jugendliche mit Migrationshintergrund in die deutsche Sportlandschaft holen möchte. Im Kreis Segeberg sind Gruppen in Kaltenkirchen, Wahlstedt und Bad Segeberg beheimatet. Der Kreissport verband (KSV) Segeberg kümmert sich um Atlant-1. „Wushu bedarf noch einer vernünftigen Organisationsform mittels eines Dachverbandes ", erklärte Dieter Prahl, Geschäftsführer im KSV. In kleinen Schritten geht die Entwicklung in diese Richtung. Regeln, vor allem über das Tragen von Protektoren oder die Genehmigung des Vollkontaktes erst ab einem Alter von 18 Jahren, entwickeln sich stetig weiter. Immer mehr junge Leute, meist Männer, strömen in die Gruppen. „Viele sind russischstämmig, aber auch Deutsche kommen zu uns", betont Kasimagomed, der täglich bemüht ist, seiner Gruppe in der Kreisstadt Anerkennung zu verschaffen und feste Trainingszeiten an möglichst einem Ort zu erhalten. Derzeit müssen die Wushu-Sportler zwischen mehreren Hallen wechseln. „Da stößt der unbedingte Wille zum Sporttreiben mit organisatorischen Hürden aufeinander", weiß Hans Siebke, der KSV-Vorsitzende. Während seiner Begrüßung des Weltmeisters Sawurow unterstrich Siebke, dass auch die Wushu-Sportler im Kreis eine Daseinsberechtigung hätten. „Aber die Integration in bestehende Strukturen muss von beiden Seiten voran getrieben werden", betonte Siebke. |
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